Umgang mit dem Motorschlitten
Die Handhabung eines Motorschlittens ist relativ einfach und schnell erlernt. Im Prinzip ist der Motorschlitten eine Mischung aus Schlitten und Motorrad. Man sitzt auf ihm wie auf einem Motorrad, aber das ganze fährt sich wie ein Schlitten. Wie beim Führen anderer motorisierter Fahrzeuge ist auch im Umgang mit dem Motorschlitten besondere Vorsicht geboten. Zu schnelle, abrupte oder unbedachte Handlungen führen hier wie dort unter Umständen zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug.
Auf den Schlitten sitzt man sehr bequem, die Füße auf den Trittbrettern abgestellt, die Lenkstange hält man, ähnlich wie auf dem Fahrrad, locker mit ausgestreckten Armen. Beim Anfahren ist es ratsam, sich leicht nach vorn zu beugen, um das ruckfreie Anfahren zu erleichtern. Für zügiges Kurvenfahren ist es angebracht, das Gewicht in die Kurven hinein zu verlagern. In Rechtskurven lehnt sich der Fahrer nach rechts, in Linkskurven entsprechend nach links. Auch der Beifahrer lehnt sich in die jeweilige Kurve. Ganz wichtig: Die Füße müssen während der Fahrt unbedingt auf den Trittbrettern bleiben und dürfen unter keinen Umständen hinaus hängen. Im Schnee sind oft Steine und Baumstümpfe verborgen, die zu schmerzvollen Verletzungen führen können.
Da der Motorschlitten kein konventionelles Getriebe hat, braucht man sich nicht um das Schalten zu kümmern. Die Geschwindigkeitsregulierung erfolgt durch das Drücken des innenliegenden Gashebels mit dem rechten Daumen. Der Hebel befindet sich auf der Innenseite des rechten Lenkerendes und sieht aus wie eine umgedrehte kleine Handbremse. Die Bremsen sind wie beim Fahrrad über Handbremshebel an beiden Lenkerenden zu bedienen. Am Lenker befindet sich auch ein Notausschalter (signalrot), der den Motor bei Gefahr schnell stoppt. Eine am Fahrer befestigte Sicherheitsschnur sorgt zudem dafür, dass der Motorschlitten beim Herunterfallen des Fahrers (was eigentlich unter normalen Umständen nicht vorkommen kann) von selbst anhält. In der Kolonne fährt man mit weiten Abständen zum Vordermann und gibt immer die vom Tourguide gegebenen Handzeichen nach hinten weiter. An schwierigen Stellen muss jeder solange warten (und ggf. den Abstand vergrößern), bis der Vorausfahrende die Stelle gut gemeistert hat. So werden unnötige Gefahrenherde vorsorglich gebannt und ein Auffahren auf den Vordermann gleich vermieden.
Über alle Besonderheiten und technischen Details werdet ihr von unserem Tourguide vor Fahrtantritt bei Übernahme der Motorschlitten noch einmal am Objekt direkt unterrichtet. Das Fahren mit Motorschlitten ist ein großer Spaß, vorausgesetzt man fährt mit "Köpfchen" und vermeidet unüberlegte Risiken. Um alle Eventualitäten auszuschließen, ist auf unseren Touren das Tragen von Sturzhelmen Pflicht. Für die Motorschlitten ist die in Schweden übliche reguläre Verkehrsversicherung und Vollkaskoversicherung abgeschlossen. Die Selbstbeteiligung im Schadensfall beträgt Euro 1000,-.
