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Narvik liegt in Norwegen, nicht weit hinter der schwedischen Grenze. Diese Tour sollte unter dem Motto „der Weg ist das Ziel“ unternommen werden, da die Strecke mit der Bahn einem ein unglaubliches Stück Natur offenbart, während Narvik selbst nicht sehr attraktiv ist. Ein Lunchpaket (welches wir gerne in unserem Camp für Sie zubereiten) sowie einen Tag Zeit sollte man besitzen, um die Reise am Gällivarer Bahnhof zu beginnen. Am besten sucht man sich ein nettes Plätzchen in den ohnehin gut gepflegten und bequemen Zugabteilen, die neben verstellbaren Tischen auch Klapptische besitzen.
Sowohl das Zugticket- welches direkt beim Schaffner gekauft werden kann- als auch die im Boardrestaurant erhältlichen Speisen, Getränke und Snacks sind zu relativ günstigen Preisen zu erstehen. Mit Kaffee versorgt, in den Sitz gekuschelt, zieht die vergleichsweise flache Winterlandschaft Schwedens an einem vorüber. Ab Kiruna, der letzten großen Stadt in schwedisch-Lappland verändert sich das Landschaftsbild deutlich, das Umland wird bergiger und die Zugstrecke führt vorbei an einem großen See, welcher eingebettet am Fuße der immer größer werdenden Berge liegt. Ca. die Hälfte der vierstündigen Fahrt liegt hinter einem und man kann gespannt sein, was die verbleibenden zwei noch bereithalten. Die Grenze zu Norwegen ist nach einer weiteren Stunde erreicht. Nun führt die Strecke durch Tunnel und vorbei an steilen Abgründen, an denen zu Eis erstarrte Wasserfälle zu bestaunen sind. Das absolute Highlight ist jedoch der Moment in dem sich die Berge öffnen und ein riesiger Fjord sich seinen Weg durch die massive Felslandschaft bahnt. Ruhig und tiefblau begleitet er den Zugreisenden den letzten Streckenabschnitt, bis der Zug schließlich im Bahnhof von Narvik einfährt. Zu empfehlen ist es, nach dem zweieinhalbstündigen Aufenthalt in Narvik die Rückfahrt anzutreten. Die mittlerweile tief stehende Sonne taucht die Berge in warme Rot-& Orangetöne, wodurch die Landschaft wie verändert wirkt. Somit wird auch die Rückfahrt zu einem einmaligen Erlebnis.
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